 (Kaiserslautern/Halle, 01.01.2010) Die Landesmedienanstalt von Rheinland-Pfalz (LMK) und die Fachhochschule Kaiserslautern beginnen heute einen DRM+-Feldversuch. Der Feldversuch soll neue Erkenntnisse darüber liefern, ob das DRM+-System nicht nur im UKW-Bereich, sondern auch auf Frequenzen bis 230 MHz gemeinsam mit DAB/DAB+ einsetzbar ist. Dazu wird in Kaiserslautern ein DRM+-Sender mit einer Leistung von 100 Watt im VHF-Band III (174-230 MHz) in Betrieb genommen.
Bevor DRM+-Sender im VHF-Band III auf freien Frequenzen abstrahlen können, müssen zunächst die Verträg¬lichkeit zwischen DRM+-Sendern und DAB+-Sendern sowie die DRM+-Reich¬weite, gerade im mobilen Empfang bei hohen Geschwindigkeiten, abgeschätzt werden. Diese Fragestellungen werden in dem Kooperationsprojekt der LMK und der FH Kaisers¬lautern geklärt.
Das VHF-Band III wurde auf der regionalen Funkverwaltungskonferenz der ITU, RRC-06, für den digitalen Rundfunk geplant. In Deutschland sollen in diesem Bereich digitale Hörfunkdienste im DAB+/DMB-Standard angeboten werden. Für einen raschen Markteintritt von DRM+ wären in diesem Bereich zusätzliche freie Sendefrequenzen verfügbar.
Nach Angaben der Projektpartner bietet DAB+ als Hörfunkplattform die Möglichkeit, über einen Kanal ca. 16 Hörfunkprogramme großräumig zu verbreiten. Mit DAB+ lasse sich allerdings nicht die heterogene Hörfunkstruktur - insbesondere im regionalen und lokalen Bereich - effizient in die digitale Welt übertragen. Gerade für diesen Anwendungsbereich wie DRM+ besonders geeignet, sodass der digitale Umstieg des Hörfunks durch die Einplanung von DRM+-Sendern im kleinräumigen Versorgungsbereich zusätzlich zu den DAB+-Sendern unterstützt werden könnte.
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